Der heutige Portaltag beschäftigt sich mit unserer persönlichen Entwicklung und vor allem mit der Frage, wie viel von unserem Leben wir eigentlich nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten. Vielleicht hast du in letzter Zeit einiges verändert, dich von bestimmten Menschen oder Situationen distanziert oder einfach festgestellt, dass du manche Dinge nicht mehr so hinnehmen möchtest wie früher. Die Karten zeigen heute sehr schön, dass persönliche Unabhängigkeit nicht bedeutet, niemals unsicher zu sein oder keine Ängste mehr zu haben. Vielmehr geht es darum, trotz dieser Gefühle eigene Entscheidungen treffen zu können.
Die 9 Münzen – Erkenne, was du bereits geschafft hast
Mit den 9 Münzen beginnt unsere Legung mit einer Karte, die mir ausgesprochen gut gefällt. Sie steht für Selbstständigkeit, persönliche Zufriedenheit und das, was wir uns durch unsere eigenen Entscheidungen und Erfahrungen aufgebaut haben. Vielleicht bist du heute an einem Punkt angekommen, an dem du viel klarer weißt, was du möchtest und was eben nicht mehr zu deinem Leben passt. Möglicherweise hast du in der Vergangenheit sehr viel Rücksicht auf andere Menschen genommen und dabei deine eigenen Bedürfnisse immer wieder hintenangestellt. Inzwischen erkennst du aber, dass dein persönliches Glück nicht ausschließlich davon abhängig sein kann, ob andere Menschen mit deinen Entscheidungen einverstanden sind. Die 9 Münzen erinnern uns auch daran, dass wir nicht immer auf das nächste große Ziel hinarbeiten müssen, sondern durchaus einmal anerkennen dürfen, was wir bereits erreicht haben. Vielleicht hast du eine schwierige Lebensphase hinter dir, dich beruflich verändert oder gelernt, mit bestimmten Situationen anders umzugehen. All das gehört zu deiner persönlichen Entwicklung, auch wenn es von außen möglicherweise niemand bemerkt. Für mich zeigt diese Karte heute vor allem, dass du dir selbst ruhig wieder etwas mehr zutrauen darfst.
Die 9 Schwerter rückläufig – Raus aus dem ständigen Gedankenkarussell
Mit den rückläufigen 9 Schwertern kommen wir zu einem Thema, das viele von uns vermutlich kennen. Man macht sich Gedanken über Dinge, die noch gar nicht passiert sind, überlegt, was man hätte anders machen können, oder beschäftigt sich immer wieder mit Fragen, auf die man momentan überhaupt keine Antwort bekommen kann. Vielleicht hast du in letzter Zeit viel Energie damit verbracht, bestimmte Situationen verstehen oder kontrollieren zu wollen. Die rückläufige Karte kann nun darauf hinweisen, dass dieser innere Druck langsam weniger wird und du beginnst, bestimmte Dinge etwas gelassener zu betrachten. Vielleicht merkst du inzwischen selbst, dass dich das ständige Grübeln nicht wirklich weiterbringt und du dadurch manchmal sogar den Blick für das verlierst, was gerade gut in deinem Leben läuft. Allerdings können die rückläufigen 9 Schwerter auch zeigen, dass bestimmte Ängste noch immer vorhanden sind und du Schwierigkeiten hast, sie wirklich hinter dir zu lassen. Gerade deshalb finde ich die Kombination mit den 9 Münzen so interessant. Denn möglicherweise bist du längst wesentlich unabhängiger und gefestigter geworden, als du selbst glaubst. Du musst nicht jede Entwicklung vorhersehen können, um mit ihr umgehen zu können. Und du musst auch nicht ständig vom schlimmstmöglichen Ausgang ausgehen, nur weil du in der Vergangenheit vielleicht enttäuscht worden bist.
Die 5 Stäbe – Zwischen eigenen Wünschen und fremden Erwartungen
Mit den 5 Stäben zeigt sich, dass dein weiterer Weg durchaus mit gewissen Spannungen verbunden sein könnte. Vielleicht hast du momentan unterschiedliche Vorstellungen davon, wie dein Leben aussehen soll, und merkst, dass sich nicht alle Wünsche gleichzeitig erfüllen lassen. Ein Teil von dir möchte endlich etwas verändern, während ein anderer lieber an dem festhalten würde, was vertraut ist. Es kann aber genauso gut sein, dass Menschen in deinem Umfeld deine Entwicklung nicht unbedingt begrüßen. Vielleicht hast du früher vieles mitgemacht, bist Konflikten aus dem Weg gegangen oder hast dich angepasst, um niemanden zu enttäuschen. Wenn du nun beginnst, deine Grenzen deutlicher zu setzen, kann das durchaus zu Diskussionen führen. Die 5 Stäbe erinnern uns allerdings daran, dass wir nicht jede Auseinandersetzung führen müssen. Du darfst eine andere Meinung haben, ohne deshalb ständig erklären zu müssen, warum du bestimmte Entscheidungen triffst. Und du darfst auch akzeptieren, dass nicht jeder Mensch deinen Weg verstehen wird. Wichtig ist nur, dass du dich dabei nicht wieder selbst aus den Augen verlierst. Denn manchmal kostet uns der Versuch, es allen recht zu machen, wesentlich mehr Energie als ein ehrliches Nein.
Die 4 Münzen im Unterdeck – Was hältst du noch fest?
Die 4 Münzen bringen für mich die eigentliche Herausforderung dieser Legung auf den Punkt. Hier geht es um Sicherheit, Kontrolle und unser Bedürfnis, möglichst wenig zu verlieren. Vielleicht gibt es eine Situation in deinem Leben, die dir längst nicht mehr das gibt, was du dir eigentlich wünschst, an der du aber trotzdem festhältst. Nicht unbedingt, weil du damit glücklich bist, sondern weil du weißt, was dich erwartet. Veränderungen bedeuten schließlich immer auch, dass wir ein Stück weit die Kontrolle abgeben müssen. Vielleicht betrifft das eine Beziehung, deine berufliche Situation oder auch eine bestimmte Vorstellung davon, wie dein Leben eigentlich hätte verlaufen sollen. Die 4 Münzen sind dabei keineswegs grundsätzlich negativ. Natürlich brauchen wir alle ein gewisses Maß an Sicherheit und Stabilität. Doch wenn wir ausschließlich aus Angst an etwas festhalten, kann genau diese vermeintliche Sicherheit irgendwann dazu führen, dass wir uns selbst einschränken. Vielleicht darfst du heute deshalb einmal genauer hinsehen, welche Dinge dir tatsächlich Halt geben und wo du möglicherweise nur deshalb nicht weitergehst, weil dir das Neue noch unbekannt ist.
Als meine Quintessenz möchte ich euch Folgendes mit auf den Weg geben:
Für mich geht es bei diesem ersten Portaltag im November vor allem darum, wieder mehr Vertrauen in den eigenen Weg zu entwickeln. Die beiden Neuner zeigen sehr schön, dass bereits einiges hinter dir liegt und du möglicherweise viel mehr gelernt hast, als dir momentan bewusst ist. Vielleicht musst du gar nicht mehr so viel an dir verändern, sondern darfst endlich anfangen, das umzusetzen, was du inzwischen über dich selbst weißt. Mit den 5 Stäben und den 4 Münzen wird allerdings auch deutlich, dass uns unsere eigenen Ängste und die Erwartungen anderer Menschen dabei manchmal im Weg stehen können. Du musst nicht ständig beweisen, dass deine Entscheidungen richtig sind, und du musst auch nicht an einer Situation festhalten, nur weil sie dir vertraut ist. Vielleicht beginnt deine persönliche Reise heute einfach damit, dass du dir selbst wieder ein bisschen mehr zutraust und aufhörst, jede mögliche Veränderung sofort mit einem Risiko zu verbinden. Du weißt inzwischen vermutlich ziemlich genau, welche Dinge du nicht mehr möchtest. Jetzt darfst du dir auch Gedanken darüber machen, was du stattdessen in deinem Leben haben möchtest.
Alles Liebe,
Theresa
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