In Memoriam... an meinen Papa
Es gibt Menschen, die unser Leben nicht nur begleiten, sondern für immer prägen. Menschen, deren Werte, Gedanken und Liebe weit über ihre Zeit auf dieser Erde hinaus wirken. Mein Papa war einer dieser Menschen.
Er war der Mensch, der immer an mich geglaubt hat. Oft mehr, als ich selbst an mich geglaubt habe. Er hat in mir etwas gesehen, lange bevor ich selbst erkennen konnte, wohin mein Weg mich einmal führen würde. Er hat mir den Weg zur Spiritualität geöffnet und geebnet, obwohl er seine eigene Spiritualität niemals offen leben konnte. Rückblickend glaube ich, dass er vieles verstanden und gefühlt hat, was er vielleicht nie in Worte gefasst hat.
Von ihm habe ich gelernt, für Menschen einzustehen, die niemanden haben, der für sie aufsteht. Denen eine Stimme zu geben, deren Stimme nicht gehört wird. Hinzusehen, wenn andere wegsehen. Und Menschlichkeit nicht davon abhängig zu machen, ob jemand stark, reich, erfolgreich oder perfekt ist. Mein Vater hat mir nicht gezeigt, wie man erfolgreich wird. Er hat mir gezeigt, wie man Mensch bleibt.
Jeder Mensch trägt seine eigene Geschichte, seine eigenen Kämpfe und seine eigene Würde in sich. Diese Haltung hat mein Leben geprägt und begleitet mich bis heute – privat ebenso wie in meiner Arbeit mit Menschen. Sie erinnert mich jeden Tag daran, dass Mitgefühl, Respekt und Menschlichkeit oft viel wichtiger sind als Urteile, Erwartungen oder äußere Erfolge.
Von 2014 bis zu seinem Tod im Jahr 2019 durfte ich meinen Papa auf seinem letzten Lebensabschnitt begleiten. Diese Jahre waren nicht immer leicht. Sie waren geprägt von Verantwortung, Sorgen, Hoffnung, Liebe, Abschieden und vielen kostbaren Momenten, die für immer einen Platz in meinem Herzen haben werden. Sie haben mich verändert und zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.
Viele Menschen kennen mich heute als spirituelle Begleiterin, Kartenlegerin und Humanenergetikerin. Doch die Werte, nach denen ich lebe und arbeite, stammen nicht aus einer Ausbildung und nicht aus einem Zertifikat. Sie wurden durch Menschen geformt, die mich geprägt haben.
Mein Papa war einer dieser Menschen.
Dieses Bild erinnert mich an eine Liebe, die nicht mit dem Tod endet. Eine Liebe, die weiterlebt. In Erinnerungen. In Gedanken. In Entscheidungen. In Werten. Und in jedem Menschen, den wir auf unserem Weg berühren.
Du hast den Weg nicht mehr mit mir zu Ende gehen können.
Aber viele der Schritte, die ich heute gehe, tragen noch immer deine Spuren.
Ein Teil meines Herzens wird ihn immer vermissen.
Ein anderer Teil trägt ihn jeden Tag weiter, denn "Die Liebe hört niemals auf." (1. Korinther 13,8)
In Liebe und Dankbarkeit,
Theresa