Mein Impuls zum Vollmond im Stier – Der Weinmond am 26. Oktober 2026:
Manchmal müssen wir uns eingestehen, dass wir längst wissen, was uns nicht mehr guttut.
Am heutigen 26. Oktober begleitet uns der Weinmond, ein Vollmond im Zeichen Stier. Während der Stier für Beständigkeit, Sicherheit und unsere persönlichen Werte steht, bringt die gegenüberliegende Skorpion-Sonne Themen an die Oberfläche, mit denen wir uns vielleicht schon länger beschäftigen. Es geht um Vertrauen, emotionale Verletzungen, zwischenmenschliche Verbindungen und die Frage, woran wir eigentlich noch festhalten, obwohl es uns längst mehr Kraft kostet, als es uns guttut. Gerade in dieser Zeit können wir deutlicher wahrnehmen, wo wir uns nach Ruhe und Verlässlichkeit sehnen, aber immer wieder in Situationen geraten, die genau das Gegenteil in uns auslösen. Vielleicht beschäftigen uns Gespräche, die nie richtig abgeschlossen wurden. Vielleicht denken wir über Menschen nach, deren Verhalten wir bis heute nicht verstehen können. Oder wir stellen fest, dass wir viel zu lange versucht haben, etwas aufrechtzuerhalten, das uns innerlich immer wieder aus dem Gleichgewicht bringt.
Die Karten, die ich für diesen Weinmond gezogen habe, greifen genau diese Themen auf. Auffällig ist dabei, dass gleich vier Schwerterkarten gefallen sind. Wir haben es also mit einer Energie zu tun, die sich vor allem auf unsere Gedanken, unsere Kommunikation und unseren Umgang mit schmerzhaften Erfahrungen bezieht.
1️⃣ König der Schwerter – Wenn wir aufhören, uns etwas schönzureden
Der König der Schwerter fordert uns dazu auf, bestimmte Situationen wieder etwas nüchterner zu betrachten. Gerade wenn Gefühle im Spiel sind, fällt uns das nicht immer leicht. Wir suchen nach Erklärungen, versuchen das Verhalten anderer Menschen nachzuvollziehen und finden manchmal sogar Entschuldigungen für Dinge, die uns eigentlich verletzt haben. Vielleicht kennst du das Gefühl, dass du längst weißt, woran du bei einem Menschen bist, aber trotzdem hoffst, dass sich irgendwann etwas verändern wird. Du erinnerst dich an die schönen Momente, an Versprechen oder an das, was zwischen euch einmal möglich schien. Gleichzeitig gibt es aber auch eine andere Seite, die du nicht länger ausblenden kannst. Dieser Vollmond kann uns bewusst machen, wie wichtig es ist, nicht nur auf das zu hören, was Menschen sagen, sondern auch darauf zu achten, wie sie tatsächlich mit uns umgehen. Worte können wunderschön sein, doch wenn das Verhalten dauerhaft etwas anderes zeigt, sollten wir uns fragen, warum wir immer wieder versuchen, diese Widersprüche zu übersehen.
Dabei müssen wir unsere Gefühle weder verdrängen noch kleinreden. Wir dürfen jemanden vermissen und trotzdem erkennen, dass uns der Kontakt nicht guttut. Wir dürfen uns eine Veränderung wünschen und gleichzeitig akzeptieren, dass wir sie nicht für einen anderen Menschen herbeiführen können.
2️⃣ Drei der Schwerter – Verletzungen, die noch immer nachwirken
Mit den Drei der Schwerter kommen wir zu den Erfahrungen, die uns emotional geprägt haben. Enttäuschungen, verletzende Worte, gebrochenes Vertrauen oder Situationen, in denen wir uns von einem Menschen im Stich gelassen gefühlt haben. Manche dieser Erlebnisse liegen vielleicht schon länger zurück und trotzdem beschäftigen sie uns gelegentlich noch immer. Nicht unbedingt, weil wir an der Vergangenheit festhalten wollen, sondern weil wir bis heute nicht richtig verstehen können, warum etwas so gekommen ist. Gerade wenn uns ein Mensch viel bedeutet hat, fällt es schwer, bestimmte Erfahrungen einfach stehenzulassen. Wir möchten verstehen, warum jemand plötzlich auf Distanz gegangen ist, warum Versprechen nicht eingehalten wurden oder weshalb unsere Gefühle scheinbar keine Rolle gespielt haben. Und so beschäftigen wir uns manchmal immer wieder mit denselben Fragen, obwohl wir längst merken, dass uns dieses Grübeln nicht weiterbringt. Die Drei der Schwerter erinnern uns daran, dass nicht jede Verletzung durch eine Erklärung von außen heilen kann. Manchmal müssen wir akzeptieren, dass wir bestimmte Antworten nicht bekommen werden. Dass jemand vielleicht nie verstehen wird, was sein Verhalten in uns ausgelöst hat, oder dass eine Entschuldigung ausbleibt.
Das bedeutet nicht, dass wir das Geschehene gutheißen müssen. Es bedeutet auch nicht, dass wir von heute auf morgen darüber hinweg sein sollen. Aber vielleicht dürfen wir langsam damit aufhören, unsere innere Ruhe davon abhängig zu machen, ob ein anderer Mensch irgendwann Einsicht zeigt.
3️⃣ Bube der Schwerter – Nicht jeder Gedanke bringt uns weiter
Der Bube der Schwerter beschäftigt sich mit unseren Gedanken, unserer Wahrnehmung und dem Bedürfnis, Dinge verstehen zu wollen. Diese Karte kann neue Erkenntnisse bringen, zeigt uns aber auch, wie schnell wir uns in Vermutungen und Interpretationen verlieren können. Vielleicht beobachtest du gerade sehr genau, wie sich ein bestimmter Mensch verhält. Du achtest auf kleine Veränderungen, versuchst zwischen den Zeilen zu lesen oder überlegst, was hinter einer Aussage stecken könnte. Vielleicht fragst du dich, weshalb jemand plötzlich wieder Kontakt sucht oder warum sich ein Mensch an einem Tag ganz anders verhält als am nächsten. Natürlich möchten wir verstehen, was um uns herum geschieht. Schwierig wird es allerdings dann, wenn wir uns gedanklich ständig mit dem Verhalten anderer beschäftigen und dabei kaum noch zur Ruhe kommen. Der Bube der Schwerter kann uns während dieses Vollmondes bewusst machen, dass wir nicht alles analysieren müssen. Nicht jede Nachricht hat eine versteckte Bedeutung. Nicht jedes Schweigen muss von uns entschlüsselt werden und nicht jede Veränderung im Verhalten eines anderen Menschen hat zwangsläufig etwas mit uns zu tun.
Vielleicht stellst du auch fest, dass du bestimmte Dinge inzwischen anders siehst als noch vor einigen Wochen. Dass du nicht mehr auf jede Provokation reagieren möchtest oder dass du Situationen, die dich früher sehr beschäftigt hätten, heute gelassener betrachten kannst. Auch das ist eine Form von persönlicher Entwicklung. Wir müssen nicht auf alles eine Antwort finden, um unseren eigenen Weg weitergehen zu können.
4️⃣ Fünf der Schwerter – Wenn Diskussionen nichts mehr verändern
Die Fünf der Schwerter sprechen von Konflikten, verletzender Kommunikation und Auseinandersetzungen, bei denen am Ende oft beide Seiten verlieren. Besonders deutlich zeigt sich diese Karte dort, wo Menschen immer wieder über dieselben Themen streiten, ohne tatsächlich zu einer Lösung zu kommen. Vielleicht hast du schon einmal versucht, jemandem zu erklären, wie sehr dich bestimmte Worte oder Verhaltensweisen verletzt haben. Du hast dir Mühe gegeben, deine Gefühle verständlich auszudrücken, hast versucht, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und gehofft, dass dein Gegenüber irgendwann nachvollziehen kann, was du meinst. Doch statt Verständnis entstehen immer neue Diskussionen. Aussagen werden verdreht, Vorwürfe kommen hinzu oder plötzlich musst du dich für Dinge rechtfertigen, die mit dem ursprünglichen Problem überhaupt nichts mehr zu tun haben. Irgendwann stellt sich dann die Frage, was wir mit solchen Gesprächen eigentlich noch erreichen möchten.
Natürlich ist es wichtig, Dinge anzusprechen, die uns belasten. Und selbstverständlich gehören Meinungsverschiedenheiten zu zwischenmenschlichen Beziehungen dazu. Aber ein Gespräch kann nur dann wirklich etwas verändern, wenn beide Seiten bereit sind, einander zuzuhören und auch das eigene Verhalten zu hinterfragen. Die Fünf der Schwerter erinnern uns daran, dass wir nicht jeden Konflikt austragen müssen. Manchmal ist es sinnvoller, ein Gespräch zu beenden, als sich zum wiederholten Mal in einer Diskussion zu verlieren, die ohnehin zu keinem Ergebnis führt. Wir müssen nicht immer das letzte Wort haben. Und vor allem müssen wir niemanden davon überzeugen, dass unsere Gefühle berechtigt sind.
✅ Der Magier – Was wir selbst verändern können
Am Unterdeck liegt der Magier und ich finde, dass diese Karte eine wichtige Ergänzung zu den vielen Schwertern darstellt. Denn während sich die übrigen Karten stark mit unseren Gedanken, vergangenen Verletzungen und zwischenmenschlichen Konflikten beschäftigen, lenkt der Magier unseren Blick auf das, was wir selbst beeinflussen können. Wir können nicht bestimmen, wie andere Menschen mit uns umgehen. Wir können niemanden dazu bringen, ehrlich zu sein, Verantwortung zu übernehmen oder plötzlich anders zu handeln. Wir können auch nicht erzwingen, dass jemand unsere Gefühle versteht oder uns die Sicherheit gibt, nach der wir uns sehnen.
Was wir allerdings verändern können, ist unser eigener Umgang mit diesen Situationen.
Wir können entscheiden, ob wir uns zum wiederholten Mal auf eine Diskussion einlassen möchten. Ob wir weiterhin auf eine Nachricht warten, die vielleicht gar nicht kommt. Ob wir unsere eigenen Bedürfnisse ständig zurückstellen oder anfangen, sie genauso ernst zu nehmen wie die Wünsche anderer Menschen. Der Magier steht für unsere persönlichen Möglichkeiten und die Fähigkeit, selbst etwas in Bewegung zu bringen. Dabei muss Veränderung nicht immer bedeuten, dass wir einen radikalen Schlussstrich ziehen oder unser gesamtes Leben auf den Kopf stellen.
Manchmal beginnt sie ganz unspektakulär. Indem wir eine Grenze aussprechen und anschließend auch einhalten. Indem wir nicht mehr sofort reagieren, nur weil jemand unsere Aufmerksamkeit möchte. Oder indem wir unsere Zeit wieder mehr mit Dingen verbringen, die uns Freude machen, statt uns immer wieder mit denselben belastenden Gedanken zu beschäftigen. Wir haben nicht auf alles Einfluss, was in unserem Leben geschieht. Aber wir dürfen lernen, bewusster mit dem umzugehen, was wir selbst in der Hand haben.
♉️ Mein persönlicher Impuls zum Weinmond
Wenn ich mir diese Karten im Zusammenhang ansehe, dann geht es bei diesem Vollmond für mich vor allem darum, wie viel Raum wir unseren Gedanken und vergangenen Erfahrungen geben. Manchmal beschäftigen wir uns so intensiv mit bestimmten Menschen und Situationen, dass wir gar nicht mehr bemerken, wie viel Kraft uns das eigentlich kostet. Wir warten auf Erklärungen, hoffen auf Einsicht, versuchen Konflikte zu lösen oder gehen Gespräche gedanklich immer wieder durch.
Und während wir damit beschäftigt sind, bleibt häufig wenig Energie für uns selbst übrig.
Vielleicht möchtest du diesen Weinmond deshalb einmal nutzen, um dir ganz bewusst ein paar Fragen zu stellen:
Welche Situation beschäftigt dich immer wieder, obwohl du sie im Grunde längst verstanden hast? Wo versuchst du noch immer, von einem anderen Menschen etwas zu bekommen, das er dir vielleicht gar nicht geben kann? Und welche deiner eigenen Bedürfnisse sind dabei in letzter Zeit zu kurz gekommen?
Du musst diese Fragen nicht sofort beantworten und auch keine überstürzten Entscheidungen treffen. Manchmal hilft es schon, ehrlich zu sich selbst zu sein und wahrzunehmen, wo wir uns immer wieder in denselben Gedanken verlieren.
Wir dürfen Menschen lieben, ohne jedes Verhalten hinzunehmen. Wir dürfen enttäuscht sein, ohne uns dauerhaft von dieser Enttäuschung bestimmen zu lassen. Und wir dürfen uns aus Situationen zurückziehen, auch wenn wir uns ursprünglich einen ganz anderen Ausgang gewünscht hätten. Vielleicht liegt genau darin die wichtigste Botschaft dieses Weinmondes: Dass wir nicht darauf warten müssen, bis sich im Außen endlich alles verändert, bevor wir selbst etwas für unsere innere Ruhe tun können.
Was möchtest DU mit diesem Weinmond ein Stück weit hinter dir lassen?
Ich wünsche dir einen wunderschönen Weinmond und hoffe, dass du in diesen Tagen ein wenig mehr Klarheit darüber findest, was du in deinem Leben wirklich brauchst.
Von Herzen,
Theresa
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