Ist geprägt von innerer Unruhe, Reue und einem immer deutlicher werdenden Bewusstsein darüber, was verloren gegangen ist – nicht im Außen, sondern im Inneren. Diese Energie fühlt sich schwerer an als die vorherige Phase, weniger kontrolliert, weniger „geordnet“. Was bisher noch mental sortiert werden konnte, beginnt nun emotional durchzubrechen.
Im Kern steht eine tiefe Verwirrung. Er fühlt sich innerlich unklar darüber, wo ihr steht, was diese Verbindung wirklich bedeutet und wie er selbst darin agiert hat. Dieses Unklare ist nicht mehr nur rational, sondern emotional spürbar. Das alte Wegdrücken funktioniert nicht mehr. Fragen tauchen auf, für die es keine schnellen Antworten gibt.
Sehr präsent ist das Gefühl, nicht wertgeschätzt worden zu sein – oder genauer: die Angst, sich selbst nicht gezeigt und dadurch Liebe verkannt zu haben. In ihm arbeitet der Gedanke, dass er deine Zuwendung möglicherweise falsch eingeordnet oder zu selbstverständlich genommen hat. Dieses Empfinden trifft auf eine tiefe Erkenntnis seiner Schattenanteile. Er beginnt zu sehen, wo eigene Muster, Ängste und Unreife Schaden angerichtet haben. Nicht mit Selbsthass, sondern mit schmerzhafter Ehrlichkeit.
Damit verbunden ist eine deutliche Schuldenergie. Er spürt den Schmerz über das, was er verursacht hat – nicht nur bei dir, sondern auch in sich selbst. Diese Schuld ist kein Drama, sondern leise, schwer und dauerhaft präsent. Sie taucht vor allem dann auf, wenn er sich erinnert, wie es war, als die Verbindung noch leicht war.
Gleichzeitig bleibt der Wunsch nach Gegenseitigkeit bestehen – stärker denn je. Er erkennt immer klarer, dass er keine einseitige Liebe mehr will und dass er selbst nicht in der Lage war, diese Gleichwertigkeit zu halten. Dieses Bewusstsein entsteht nicht aus Hoffnung, sondern aus Verlust.
Die Energie des Tagträumens zeigt, dass er innerlich immer wieder bei dir ist. Gedanken schweifen ab, Szenen werden durchlebt, Möglichkeiten imaginiert. Doch diese Tagträume sind bittersüß – sie trösten nicht, sie verstärken die Sehnsucht.
Sehr deutlich ist der Impuls von Flucht. Er ist gegangen, als es schwierig wurde, als Gefühle Tiefe angenommen haben, als Verantwortung spürbar wurde. Und nun erkennt er, dass diese Flucht zwar kurzfristig Entlastung brachte, langfristig jedoch innere Leere hinterlassen hat.
Diese innere Spannung führt zu einem Zustand des Überwältigtseins. Der Stress, die emotionale Überforderung, das gleichzeitige Vermissen und Zurückhalten – all das zehrt an ihm. Es ist eine Phase, in der das Nervensystem überlastet ist, weil nichts mehr verdrängt werden kann, ohne Folgen zu haben.
Am stärksten wirkt jedoch die Energie des Erinnerns. Er vermisst nicht nur dich, sondern das Gemeinsame – die Insider, die Leichtigkeit, das Lachen, das Verstandenwerden ohne viele Worte. Diese Erinnerungen kommen ungefiltert, oft unerwartet, und sie tragen eine stille Traurigkeit in sich.
Diese No-Contact-Phase ist kein Rückzug aus Kälte, sondern ein inneres Ringen. Er steht zwischen Reue und Angst, zwischen Sehnsucht und Überforderung. Wichtig ist dabei – und das kann nicht oft genug betont werden –: Diese innere Bewegung ist kein Signal für die Divine Feminine, aktiv zu werden.
Er befindet sich in einer Konfrontation mit sich selbst. Wenn hier Bewegung nach außen entstehen soll, dann muss sie aus ihm heraus entstehen – aus Klarheit, nicht aus Druck. Die Divine Feminine bleibt auch in dieser Woche im Empfang, in der Selbstverankerung, im eigenen Leben. Nicht wartend, nicht hoffend, sondern lebendig, präsent, bei sich.
Diese Energie zeigt: Etwas ist in ihm in Auflösung. Noch ist kein neuer Ausdruck da – aber das Alte trägt nicht mehr. Und genau darin liegt die eigentliche Transformation dieser Woche.
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