Dieser Neumond trägt eine besondere Qualität in sich. Er ist kein Anfang im klassischen Sinn – sondern ein leiser Abschluss, ein Sammelpunkt all dessen, was sich im Schlangenjahr gezeigt, gelöst und gehäutet hat. Das Schlangenjahr stand für Wandlung auf Zellebene. Nicht für schnelle Entscheidungen, sondern für langsames Erkennen. Für das Abstreifen alter Identitäten, Muster, Loyalitäten und Illusionen, die lange „normal“ waren, aber nicht mehr wahr.
Der letzte Neumond wirkt wie ein stiller Spiegel. Er fragt nicht: Was willst du manifestieren? Sondern: Was darfst du jetzt endgültig zurücklassen? Alles, was sich müde anfühlt, gehört nicht mehr in den nächsten Zyklus. Alles, was sich eng anfühlt, war Teil des Lernens – nicht des Bleibens. Alles, was du aus Angst festgehalten hast, darf jetzt gehen.
Dieser Neumond lädt dich ein, ohne Drama loszulassen. Ohne Schuld. Ohne Erklärung. Ohne Rechtfertigung. Nicht aus Trotz, sondern aus Klarheit. Die Energie der Schlange erinnert uns daran: Transformation passiert nicht im Außen. Sie geschieht im Nervensystem, im Körper, im inneren Ja und Nein.
Wenn du in diesen Tagen das Bedürfnis nach Rückzug spürst, nach Stille, nach ehrlicher Innenschau – dann bist du genau im richtigen Rhythmus. Dieser Neumond verlangt keine Handlung. Er verlangt Wahrhaftigkeit. Was jetzt bleibt, ist das, was dich auch im nächsten Zyklus tragen darf.
Nicht das Lauteste. Sondern das Echteste. Ein Neumond wie ein Atemzug zwischen zwei Häuten. Ein stiller Übergang. Ein inneres Aufrichten.
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